
Campylobacter ist eine Gattung kleiner, gekrümmter Bakterien. Hühner können enorme Mengen der Bakterien im Darm tragen, ohne selbst krank auszusehen. Campylobacter ist in Deutschland der häufigste Erreger bakterieller Darminfektionen. Foto: Kurtz – KI-generiert
Deutlich mehr Campylobacter-Fälle: Warum dieser Durchfallkeim plötzlich Sorgen macht
Die Zahl der Campylobacter-Infektionen steigt in Deutschland deutlich – und zwar ausgerechnet in einem Jahr, in dem mehrere andere wichtige Magen-Darm-Erreger weniger häufig gemeldet werden. In Baden-Württemberg zeigt sich dasselbe Bild. Ein einzelner großer Ausbruch lässt sich aus den Daten nicht ablesen. Vielmehr spricht einiges für ein breiteres, Campylobacter-spezifisches Geschehen. Und dabei führt eine Spur besonders häufig in die Küche – zum rohen Geflügel.
Deutliches Plus bei Campylobacter-Infektionen
Die Zahlen springen ins Auge: Bis einschließlich Kalenderwoche 34 des Jahres 2026 wurden dem Robert Koch-Institut (RKI) in Deutschland 36.843 Campylobacter-Enteritiden übermittelt. Im gleichen Zeitraum 2025 waren es 31.355. Das ist ein Zuwachs um 17,5 Prozent.
Auch Baden-Württemberg liegt deutlich über dem Vorjahr: 3027 statt 2631 Fälle, also rund 15,1 Prozent mehr. Die Tabelle des Epidemiologischen Bulletins 35/2026 zeigt zudem: Der Anstieg beschränkt sich nicht auf eine einzelne Region. In 15 der 16 Bundesländer liegt die Zahl über dem Vorjahreswert.
Das macht die Sache interessant. Denn bei anderen wichtigen gastrointestinalen Infektionen sieht das Bild ganz anders aus.
| Infektionen, Deutschland Kalenderwochen 1–34 | 2026 | 2025 | Veränderung |
| Campylobacter-Enteritis | 36.843 | 31.355 | +17,5 % |
| Salmonellose | 6127 | 6208 | −1,3 % |
| EHEC-Enteritis | 4019 | 3721 | +8,0 % |
| Norovirus-Gastroenteritis | 51.281 | 60.917 | −15,8 % |
| Rotavirus-Gastroenteritis | 22.097 | 31.888 | −30,7 % |
Quelle: Robert Koch-Institut, Epidemiologisches Bulletin 35/2026.
Warum gerade Campylobacter?
Die erste wichtige Antwort lautet: Die Tabelle beweist noch nicht, warum Campylobacter zunimmt. Sie zeigt zunächst nur, dass mehr Fälle gemeldet wurden. Das RKI weist ausdrücklich darauf hin, dass die Wochenstatistik die nach dem Infektionsschutzgesetz übermittelten Fälle abbildet, die bis zum jeweiligen Datenstand eingegangen sind und die Referenzdefinition erfüllen.
Trotzdem lassen sich aus dem Muster einige begründete Schlüsse ziehen.
Kein allgemeiner „Magen-Darm-Boom“
Zunächst sollte man die fünf Erreger in der RKI-Tabelle nicht wie fünf Mannschaften derselben Liga behandeln. Ihre Übertragungswege und ihre jahreszeitlichen Muster sind sehr unterschiedlich.
Noroviren und Rotaviren sorgen beispielsweise typischerweise für ausgeprägte Winterwellen. Campylobacter dagegen tritt in Deutschland besonders häufig in der warmen Jahreszeit auf. Das RKI beschreibt regelmäßig die höchsten Fallzahlen von Juni bis September.
Deshalb bedeutet ein Minus bei Noroviren nicht, dass Lebensmittel im Allgemeinen sicherer geworden sind – ebenso wenig bedeutet das Plus bei Campylobacter automatisch, dass sich die gesamte Lebensmittelhygiene verschlechtert hat.
Vielmehr könnte 2026 ein Campylobacter-spezifischer Effekt sichtbar werden. Dazu passt, dass die Entwicklung nicht völlig aus dem Nichts kommt. Im Jahr 2024 registrierte das RKI bereits 46.112 Campylobacter-Enteritiden, 15 Prozent mehr als 2023. Damit endete zunächst ein seit 2016 beobachteter rückläufiger Trend. Die Zahlen lagen allerdings weiterhin deutlich unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie.
Auch europaweit ist Campylobacter kein Randproblem: 2024 war Campylobacteriose mit 168.396 gemeldeten Fällen die häufigste gemeldete Zoonose beim Menschen in der Europäischen Union.

Einordnung der auffälligen RKI-Zahlen
| Beobachtung | Was man daraus ableiten kann | Was man _NICHT_ daraus ableiten kann |
| Deutschland +17,5 % | Campylobacter liegt 2026 klar über 2025 | Ursache ist bekannt |
| Baden-Württemberg +15,1 % | BW folgt dem Bundestrend | BW hat einen eigenen großen Ausbruch |
| 15 von 16 Bundesländern höher | eher breites als lokales Signal | alle Fälle haben dieselbe Quelle |
| Salmonellen stabil | kein allgemeiner Anstieg aller bakteriellen Darminfektionen | Lebensmittel sind insgesamt sicherer |
| Noro-/Rotaviren deutlich niedriger | anderes saisonales Infektionsgeschehen | Campylobacter-Anstieg ist widersprüchlich |
| EHEC +8 % | auch dort leichter Anstieg | gleiche Ursache wie bei Campylobacter |
| US-Cyclospora-Ausbruch | großes eigenes Lebensmittelereignis | unmittelbarer Zusammenhang mit Deutschland |
Ein Bakterium, das Geflügel liebt
Campylobacter ist eine Gattung kleiner, gekrümmter Bakterien. Für Erkrankungen des Menschen sind vor allem Campylobacter jejuni und Campylobacter coli verantwortlich. Der Name klingt exotischer, als der Erreger ist. Campylobacter kommt weltweit bei warmblütigen Tieren vor. Besonders gut ist er an Vögel angepasst. Hühner können enorme Mengen der Bakterien im Darm tragen, ohne selbst krank auszusehen. Und genau dort liegt eines der größten Probleme für den Menschen.
Campylobacter ist in Deutschland der häufigste Erreger bakterieller Darminfektionen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) bezeichnet frisches Geflügelfleisch als wichtigste Lebensmittelquelle. Dabei braucht es offenbar nicht einmal besonders viele Bakterien, um eine Infektion auszulösen. Das Lebensmittel muss auch keineswegs verdorben riechen oder merkwürdig aussehen. Mit Campylobacter kontaminiertes Hähnchenfleisch kann völlig normal erscheinen.

Die eigentliche Gefahr lauert oft neben dem Hähnchen
Viele Menschen denken bei Geflügel vor allem an die Frage: „Ist das Fleisch durch?“ Das ist wichtig – aber nur die halbe Geschichte. Beim Braten und Kochen werden Campylobacter zuverlässig abgetötet, wenn ausreichend hohe Temperaturen erreicht werden. Das BfR empfiehlt mindestens 70 Grad Celsius im Kern für zwei Minuten. Doch die Ansteckung kann bereits vorher passiert sein.
Ein typisches Szenario: Rohes Hähnchen wird auf einem Brett geschnitten. Anschließend landet darauf der Salat. Oder dieselbe Zange berührt erst das rohe und später das fertige Grillfleisch. Auftauwasser gelangt auf Hände, Spüle oder Arbeitsfläche. Diese Übertragung von Keimen von einem Lebensmittel auf ein anderes heißt Kreuzkontamination. Und sie ist bei Campylobacter besonders tückisch.
Das RKI identifizierte in einer deutschen Risikofaktorenstudie unter anderem den Verzehr von Hühnerfleisch, Essen außer Haus und die Zubereitung von Geflügel im eigenen Haushalt als wichtige Faktoren. Für Hühnerfleisch wurde ein populationsbezogener Anteil von rund 31 Prozent geschätzt.
Könnte der Sommer 2026 eine Rolle spielen?
Das ist plausibel – aber mit den bislang vorliegenden Meldedaten nicht bewiesen. Campylobacter zeigt eine auffällige Saisonalität. Infektionen steigen regelmäßig im Sommer. Mehr Grillen, Picknicks, Reisen, der Umgang mit rohem Geflügel und möglicherweise auch Umweltfaktoren dürften dabei zusammenspielen.
Forschungsarbeiten zeigen außerdem Zusammenhänge zwischen Campylobacter-Erkrankungen und Temperatur sowie Niederschlagsereignissen. Nach Starkregen können beispielsweise mit Fäkalien belastete Oberflächengewässer eine Rolle spielen.
Aber aus der RKI-Wochenstatistik lässt sich nicht herauslesen: „Der warme Sommer ist schuld.“ Dafür wären detaillierte Analysen nach Erkrankungswoche, Alter, Infektionsort, Reiseanamnese, Erregertyp und möglichen Lebensmittelquellen erforderlich.
Ein großer Ausbruch? Dafür spricht das Muster eher nicht
Auffällig ist etwas anderes: Der Anstieg zieht sich fast durch ganz Deutschland. Von Baden-Württemberg über Bayern, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen bis Thüringen liegen die Zahlen höher als im Vorjahreszeitraum. Lediglich im Saarland weist die Tabelle weniger Fälle aus. Das passt nicht besonders gut zum klassischen Bild eines einzigen regional begrenzten Ausbruchs.
Campylobacter-Infektionen sind ohnehin meistens Einzelereignisse. Eine frühere RKI-Auswertung ergab, dass rund 97 Prozent der übermittelten Erkrankungen sporadisch auftraten, also keinem erkannten Ausbruch zugeordnet werden konnten. Die große Mehrheit der Infektionen wurde außerdem in Deutschland erworben.
Das derzeitige Plus könnte deshalb eher auf eine breit erhöhte Exposition hindeuten: mehr Kontakte mit kontaminierten Lebensmitteln oder anderen Quellen, günstige saisonale Bedingungen – möglicherweise kombiniert mit Veränderungen in Diagnostik oder Meldeverhalten. Welche Faktoren wie viel beitragen, ist derzeit offen.


Warum steigt Salmonella dann nicht ebenfalls?
Wieso bleiben die Zahlen bei den Salmonellen-Infektionen stabil? Genau diese Frage macht die Statistik so spannend. Denn Campylobacter und Salmonellen kommen zwar beide häufig über Lebensmittel – insbesondere tierische Produkte – zum Menschen, aber ihre Biologie unterscheidet sich jedoch deutlich. Campylobacter vermehren sich beispielsweise im Kühlschrank praktisch nicht. Sie können dort aber überleben. Salmonellen dagegen können sich unter günstigen Bedingungen in Lebensmitteln vermehren. Auch Reservoirs, Lebensmittelketten, Bekämpfungsprogramme und Infektionsdosen unterscheiden sich.
Vor allem darf man aus einem gleichzeitigen Rückgang oder Stillstand anderer Erreger nicht auf einen Widerspruch schließen. Ein Hähnchen kann für Campylobacter epidemiologisch eine ganz andere Bedeutung haben als für Salmonellen. Das europäische Bild unterstreicht das: Campylobacteriose ist schon seit Jahren mit Abstand die häufigste gemeldete bakterielle Zoonose.
Von Bauchkrämpfen bis blutigem Durchfall
Nach der Ansteckung vergehen normalerweise zwei bis fünf Tage, gelegentlich ein bis zehn Tage. Dann beginnt die Erkrankung häufig ziemlich abrupt. Typisch sind:
- starke Bauchschmerzen oder Krämpfe,
- Durchfall, teilweise blutig,
- Fieber,
- Abgeschlagenheit,
- mitunter Übelkeit und Erbrechen.
Manche Betroffene fühlen sich bereits einige Stunden vor Beginn des Durchfalls wie bei einer Grippe: Fieber, Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen können auftreten. In den meisten Fällen ist der Spuk nach ungefähr einer Woche vorbei.
Meist unangenehm – selten gefährlich
Für gesunde Erwachsene ist eine Campylobacter-Enteritis normalerweise keine lebensbedrohliche Erkrankung. Aber harmlos ist sie deshalb nicht. Starker Durchfall kann zu erheblichem Flüssigkeits- und Salzverlust führen. In seltenen Fällen gelangen die Bakterien ins Blut und verursachen eine Bakteriämie (Bakterien im Blut). Besonders gefährdet für schwere Verläufe sind ältere Menschen, Schwangere und Menschen mit geschwächtem Immunsystem.
Todesfälle sind möglich, insgesamt aber selten. Eine belastbare allgemeine deutsche „Letalitätsquote“ lässt sich aus den aktuellen RKI-Wochenzahlen nicht ableiten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) betont, dass tödliche Verläufe vor allem sehr junge Kinder, ältere Menschen und schwer vorerkrankte beziehungsweise immungeschwächte Patienten betreffen.
Die Krankheit kann noch zuschlagen, wenn der Durchfall längst vorbei ist
Eine Besonderheit von Campylobacter sind mögliche Spätfolgen. Dazu gehört eine reaktive Arthritis, also eine Gelenkentzündung, die als Reaktion des Immunsystems nach der eigentlichen Infektion entstehen kann. Auch ein Reizdarmsyndrom wird nach Campylobacter-Infektionen beobachtet.
Die gefürchtetste Komplikation ist jedoch das Guillain-Barré-Syndrom, kurz GBS – eine seltene Erkrankung, bei der das Immunsystem Nerven angreift. Muskelschwäche und Lähmungen können die Folge sein. Die US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC; Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention) schätzen, dass etwa 0,2 bis 1,7 von 1000 Campylobacter-Erkrankungen zu einem Guillain-Barré-Syndrom führen. Umgekehrt geht einem beträchtlichen Anteil der GBS-Erkrankungen eine Campylobacter-Infektion voraus. Das ist selten – angesichts von Zehntausenden Infektionen aber medizinisch relevant.
Eine Antibiotika-Therapie ist nicht immer angesagt
Wer Campylobacter hat, braucht vor allem eines: Flüssigkeit und Elektrolyte. Die meisten Erkrankungen heilen von selbst aus. Antibiotika sind bei unkompliziertem Verlauf normalerweise nicht erforderlich. Die aktuelle deutsche S2k-Leitlinie zu gastrointestinalen Infektionen geht noch einen Schritt weiter: Hat sich der Zustand bereits gebessert, wenn der Campylobacter-Nachweis eintrifft, soll keine antimikrobielle Behandlung begonnen werden.
Bei schwerem Krankheitsbild und ausbleibender Besserung kann dagegen eine Therapie notwendig werden. Die Leitlinie nennt hier Azithromycin. Fluorchinolone sollen aufgrund der Resistenzsituation nicht mehr routinemäßig als empirische Erstlinientherapie eingesetzt werden.
Was der Vergleich mit der Cyclospora-Welle in den USA verrät
Während Deutschland über mehr Campylobacter-Fälle diskutiert, erleben die USA derzeit ein völlig anderes gastrointestinales Geschehen. Dort untersuchen die Food and Drug Administration (FDA; US-Arzneimittel- und Lebensmittelbehörde) und die CDC einen gewaltigen Cyclospora-Ausbruch, der mit Eisbergsalat aus Zentralmexiko in Verbindung gebracht wird. Bis zum 27. August 2026 waren 11.458 Erkrankungen in 20 US-Bundesstaaten dem Ausbruch zugerechnet worden. Die Zahl der Infektionen liegt tatsächlich deutlich höher, weil nicht jeder Fall erkannt oder gemeldet wird. Der verdächtige Eisbergsalat von einer Farm aus Mexiko war bereits Mitte Juli zurückgerufen worden.
Cyclospora cayetanensis ist kein Bakterium, sondern ein einzelliger Parasit. Der Erreger wird über menschliche Fäkalien verbreitet und gelangt vor allem über kontaminiertes Wasser und rohe pflanzliche Lebensmittel zum Menschen.
Warum sieht Deutschland davon nichts?
Zum einen handelt es sich um eine konkrete Liefer- und Lebensmittelkette in Nordamerika. Ein Ausbruch in den USA bedeutet nicht automatisch, dass dieselben Produkte in Deutschland verkauft wurden. Zum anderen gibt es einen wichtigen statistischen Haken: Cyclosporiasis ist in Deutschland nicht wie Campylobacter-Enteritis bundesweit spezifisch meldepflichtig. Schon das RKI hat darauf hingewiesen, dass deshalb keine belastbaren bundesweiten Inzidenzdaten vorliegen.
„Keine Fälle im Epidemiologischen Bulletin“ bedeutet bei Cyclospora deshalb keineswegs automatisch: Es gibt keine Fälle. Das ist ein wichtiger Unterschied.

Was also deutet das Plus bei den Campylobacter-Infektionen wirklich an?
Am ehesten erkennbar ist aus den RKI-Zahlen ein eigenständiges Campylobacter-Geschehen, was nicht auf eine generelle Welle von Magen-Darm-Infektionen schließen lässt. Dafür sprechen mehrere Punkte: Der Anstieg ist bundesweit verbreitet, Campylobacter besitzt eine ausgeprägte Sommersaison, Geflügel bleibt ein bedeutendes Reservoir, und schon 2024 war nach Jahren rückläufiger Zahlen wieder ein deutlicher Anstieg registriert worden.
Was bislang fehlt, ist der Beweis für die eine Ursache. Weder ein einzelnes Lebensmittel noch ein bundesweiter Ausbruch noch das Wetter allein lassen sich aus den aktuellen RKI-Zahlen ableiten. Die vernünftigste Interpretation lautet daher: Es gibt ein reales epidemiologisches Signal, das beobachtet werden sollte – aber noch keine belastbare Erklärung dafür.
Und bis diese vorliegt, bleibt die wichtigste Campylobacter-Schutzmaßnahme erstaunlich unspektakulär.
- Nicht rohes Hähnchen waschen. Hände waschen. Das BfR warnt sogar ausdrücklich davor, rohes Geflügel unter dem Wasserhahn abzuspülen: Durch Spritzwasser können die Bakterien erst recht in der Küche verteilt werden.
- Salat und rohes Geflügel getrennt halten.
- Separate Bretter und Zangen benutzen.
- Geflügel vollständig durchgaren.
Campylobacter ist eben kein spektakulärer neuer Killerkeim. Gerade das macht ihn so erfolgreich: Er sitzt seit Jahren mitten in unserem Alltag. tok