
Beim Andes-Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff MS Hondius wurden international umfangreiche Nachverfolgungen von Kontaktpersonen und Quarantänemaßnahmen durchgeführt. Das Andes-Hantavirus ist die einzige bekannte Hantavirus-Spezies, bei der eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung beschrieben ist. Insgesamt wurden 13 Erkrankungsfälle erfasst, darunter drei Todesfälle. Bild: Kurtz - KI-generiert
Tödliches Hantavirus: Warum der Ausbruch auf der MS Hondius vorbei ist – die Gefahr für Deutschland aber bleibt
Drei Tote. Weltweite Quarantänemaßnahmen. Gesundheitsbehörden in Alarmbereitschaft. Als Anfang Mai 2026 bekannt wurde, dass sich auf dem Expeditionskreuzfahrtschiff MS Hondius mehrere Menschen mit dem seltenen Andes-Hantavirus infiziert hatten, blickten Virologen rund um den Globus aufmerksam auf das Schiff. Nicht nur wegen der ungewöhnlichen Erkrankung selbst. Sondern weil das Andes-Hantavirus unter allen bekannten Hantaviren eine Sonderrolle einnimmt: Es ist bislang das einzige, bei dem eine Übertragung von Mensch zu Mensch eindeutig beschrieben wurde.
Für einen kurzen Moment stand deshalb eine Frage im Raum, die Erinnerungen an frühere Epidemien weckte: Könnte sich hier eine neue internationale Infektionswelle entwickeln? Wenige Wochen später ist die Antwort deutlich beruhigender. Der Ausbruch gilt als beendet. Doch die Geschichte zeigt eindrucksvoll, warum Hantaviren keineswegs unterschätzt werden dürfen – auch nicht in Deutschland und schon gar nicht in Baden-Württemberg.

Ein Ausbruch mitten auf hoher See
Die MS Hondius befand sich auf einer Expeditionsreise nach Südamerika, als mehrere Passagiere und Besatzungsmitglieder schwer erkrankten. Die Untersuchungen ergaben schließlich eine Infektion mit dem Andes-Hantavirus.
Bis Ende Mai wurden international insgesamt 13 Erkrankungen registriert, davon zwölf laborbestätigte Fälle und ein wahrscheinlicher Fall. Drei Betroffene starben an den Folgen der Erkrankung.
Sofort begann eine außergewöhnlich umfangreiche internationale Zusammenarbeit von Gesundheitsbehörden. Kontaktpersonen wurden identifiziert, mehrfach untersucht und – je nach Exposition – bis zu sechs Wochen überwacht oder unter Quarantäne gestellt.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO), das Europäische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) sowie nationale Gesundheitsbehörden bewerteten die Lage nahezu täglich neu.
Auch Baden-Württemberg war betroffen
Der Ausbruch hatte sogar direkte Auswirkungen auf Baden-Württemberg. Eine Kontaktperson musste sich nach ihrer Rückkehr vorsorglich sechs Wochen lang in häusliche Quarantäne begeben. Die tägliche Gesundheitsüberwachung übernahm das Gesundheitsamt des Landkreises Heilbronn. Blutuntersuchungen Anfang und Mitte Juni verliefen negativ, während der gesamten Beobachtungszeit traten keinerlei Symptome auf. Baden-Württembergs Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand zog deshalb Ende Juni ein positives Fazit.
„Ich freue mich, dass die Person gesund die Quarantäne verlassen konnte. Mein Dank gilt ausdrücklich dem Öffentlichen Gesundheitsdienst und allen beteiligten Behörden für die schnelle, sorgfältige und verlässliche Arbeit – von der Kontaktpersonennachverfolgung bis zur täglichen Betreuung in der Quarantäne. Dieses besonnene Vorgehen hat maßgeblich dazu beigetragen, Risiken zu minimieren und die Bevölkerung zu schützen.“
Oliver Hildenbrand, baden-württembergischer Gesundheitsminister
Auch die übrigen unter Quarantäne stehenden Kontaktpersonen in Bayern, Berlin und Sachsen blieben gesund. Aus Sicht des Öffentlichen Gesundheitsdienstes konnte der Fall damit abgeschlossen werden.
Hätte der Ausbruch der Beginn einer neuen Pandemie sein können?
Stand die Welt kurz vor einer neuen Pandemie, nachdem so intensiv nach den vielen Kontaktpersonen in Südamerika und andernorts gesucht wurde, nachdem etliche die etwa in Flugzeugen, bei Landgängen oder anderen Gelegenheiten in Kontakt mit Infizierten kamen? Diese Frage stellten sich viele Menschen. Die Antwort lautet nach heutiger Einschätzung: Nein. Bereits zu Beginn des Ausbruchsgeschehens hatten Gesundheitsexperten bereits beruhigt.
Aber: Nicht jedes Hantavirus verursacht dieselbe Erkrankung. Während das Andesvirus vor allem die Lunge befällt (Hantavirus-kardiopulmonales Syndrom, HCPS), führen die in Europa vorkommenden Hantaviren überwiegend zu Nierenerkrankungen (hämorrhagisches Fieber mit renalem Syndrom, HFRS). Diese Unterschiede erklären, warum die Gesundheitsbehörden den Ausbruch auf der MS Hondius so ernst nahmen.
Zwar besitzt das Andes-Hantavirus eine Eigenschaft, die andere Hantaviren nicht haben. Unter bestimmten Umständen kann es zwischen Menschen übertragen werden. Nach bisherigen Erkenntnissen geschieht dies allerdings fast ausschließlich bei sehr engem, intensivem Kontakt, beispielsweise innerhalb von Familien oder Partnerschaften oder bei der Pflege Erkrankter. Eine Übertragung wie bei Masern, Influenza oder COVID-19 über weite Distanzen durch die Luft wurde nie beobachtet.
Genau deshalb stuften die Weltgesundheitsorganisation WHO und das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten ECDC das Risiko für die Allgemeinbevölkerung während des gesamten Ausbruchs als gering ein. Dass keine weiteren Infektionsketten entstanden, gilt gleichzeitig als Erfolg der konsequenten Nachverfolgung von Kontaktpersonen, der internationalen Zusammenarbeit und der früh angeordneten Quarantänemaßnahmen.

Das gefährlichste bekannte Hantavirus
Obwohl sich das Andes-Hantavirus vergleichsweise schlecht verbreitet, zählt es zu den gefährlichsten Vertretern seiner Virusfamilie. Es verursacht das sogenannte Hantavirus-kardiopulmonale Syndrom (HCPS). Nach zunächst grippeähnlichen Beschwerden mit Fieber, Muskel- und Kopfschmerzen verschlechtert sich der Zustand vieler Patienten innerhalb weniger Tage dramatisch. Flüssigkeit sammelt sich in der Lunge, der Sauerstoffgehalt im Blut sinkt, Herz und Kreislauf können versagen. Je nach Ausbruch und medizinischer Versorgung sterben etwa 30 bis 40 Prozent der Erkrankten.
Eine gezielte antivirale Therapie existiert bis heute nicht. Die Behandlung erfolgt intensivmedizinisch und konzentriert sich darauf, Atmung und Kreislauf so lange zu unterstützen, bis das Immunsystem das Virus kontrollieren kann.
| Thema | Andes-Hantavirus | Puumalavirus (Deutschland) | Dobrava-Belgrad-Virusarten |
|---|---|---|---|
| Wirtstier | Langschwanz-Zwergreisratte (verschiedene Oligoryzomys-Arten) in Südamerika | Rötelmaus (Myodes glareolus) in Europa und Asien | Gelbhalsmaus (Apodemus flavicollis), Brandmaus (Apodemus agrarius) und Gelbhalsmaus (Apodemus flavicollis) in Südosteuropa |
| Verbreitung | Südamerika (vor allem Chile, Argentinien, Bolivien) | Europa (Skandinavien, Deutschland, Balkan, Russland) | Südosteuropa (vor allem Balkanländer, Länder am Schwarzen Meer) |
| Mensch-zu-Mensch-Übertragung | Ja (selten) | Nein | Nein |
| Betroffenes Hauptorgan | Lunge | Nieren | Nieren |
| Hauptkrankheit | Hantavirus-kardiopulmonalesSyndrom (HCPS) | Nephropathia epidemica (HFRS, meist milder Verlauf) | HFRS (häufig schwerer Verlauf als Puumalavirus) |
| Inkubationszeit | 1 bis 5 Wochen | 2 bis 5 Wochen | 2 bis 6 Wochen |
| Sterblichkeit | bis etwa 30 % bis 40 % (je nach Ausbruch und Versorgung) | meist unter 1 % (sehr selten tödlich) | 1 % bis 12 % (je nach Ausbruch und Versorgung) |
| Typische Symptome | Plötzliches Fieber, Husten, Atemnot, Schwindel, Muskel-schmerzen, eventuell Lungenödem | Fieber, Kopf- und Rücken-schmerzen, Übelkeit, Bauch-schmerzen, Nierenbeteiligung | Fieber, starke Bauchschmerzen, Blutungen, Nierenversagen möglich |
| Therapie | Keine spezifische antivirale Therapie – nur unterstützendeBehandlung – oft intensivmedizinisch | Keine spezifische antivirale Therapie – nur unterstützendeBehandlung – symptomatisch | Keine spezifische antivirale Therapie – nur unterstützendeBehandlung – symptomatisch |
Warum wir auch in Deutschland Hantaviren ernst nehmen müssen
Dass der spektakuläre Ausbruch auf der MS Hondius glimpflich endete, bedeutet keineswegs, dass Hantaviren für Deutschland kein Thema mehr wären. Im Gegenteil: Deutschland gehört seit Jahren zu den europäischen Ländern mit den meisten Hantavirus-Erkrankungen. Besonders Baden-Württemberg zählt regelmäßig zu den Bundesländern mit den höchsten Fallzahlen. Der Grund dafür liegt nicht in exotischen Kreuzfahrten oder Fernreisen, sondern direkt vor unserer Haustür – im Wald, im Garten oder auf dem Dachboden.
Allerdings handelt es sich dabei nicht um Andes-Viren, sondern um andere Virusarten. Am häufigsten wird hierzulande das Puumala-Virus nachgewiesen. Seltener treten Infektionen mit dem Dobrava-Belgrad-Virus auf. Der entscheidende Unterschied: Diese Viren werden nicht von Mensch zu Mensch übertragen. Die Infektion erfolgt nahezu ausschließlich über Nagetiere. Als wichtigster Überträger gilt die Rötelmaus, ein kleiner brauner Waldbewohner, der in vielen Regionen Deutschlands heimisch ist.
Baden-Württemberg gehört zu den Hotspots
Innerhalb Deutschlands zählt Baden-Württemberg seit Jahren zu den Bundesländern mit den höchsten Hantavirus-Fallzahlen. Besonders betroffen sind Regionen mit großen Buchenwäldern wie der Nordschwarzwald, die Schwäbische Alb oder Teile Oberschwabens. Der Grund liegt in einem faszinierenden ökologischen Zusammenhang. Alle paar Jahre produzieren Buchen außergewöhnlich viele Bucheckern – Fachleute sprechen von einem Mastjahr. Die reichhaltige Nahrung sorgt dafür, dass sich Rötelmäuse im folgenden Frühjahr besonders stark vermehren.
Mit steigender Mäusezahl steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen mit virushaltigen Ausscheidungen in Kontakt kommen. Diese ökologische Kettenreaktion lässt sich seit Jahren beobachten. Nach ausgeprägten Mastjahren registriert das Robert Koch-Institut regelmäßig deutlich steigende Hantavirus-Fallzahlen.
Besonders betroffen sind unter anderem
- der Nordschwarzwald,
- die Schwäbische Alb,
- Teile der Baar,
- der Odenwald,
- Regionen Oberschwabens.
Gerade deshalb beobachten Gesundheitsämter und Wissenschaftler die Entwicklung der Mäusepopulationen inzwischen sehr genau.


Die Rötelmaus – klein, aber epidemiologisch bedeutsam
Der wichtigste Überträger des in Deutschland vorherrschenden Puumalavirus ist die Rötelmaus (Myodes glareolus). Das nur zehn bis zwölf Zentimeter große Nagetier lebt bevorzugt in Laub- und Mischwäldern, vor allem dort, wo Rotbuchen wachsen. Es ist scheu, nachtaktiv und für den Menschen völlig ungefährlich – solange man nicht mit seinen Ausscheidungen in Kontakt kommt.
Die Tiere selbst werden durch das Virus nicht krank. Sie tragen es oft lebenslang in sich und scheiden es über Urin, Kot und Speichel aus. Trocknen diese Ausscheidungen ein, können beim Fegen oder Aufräumen feinste Staubpartikel entstehen. Werden sie eingeatmet, gelangen die Viren in die Atemwege und können eine Infektion auslösen. Deshalb treten Erkrankungen häufig bei Menschen auf, die
- Gartenhäuser oder Geräteschuppen reinigen,
- Holzlager oder Scheunen ausräumen,
- Dachböden säubern,
- Waldarbeiten durchführen,
- Brennholz lagern oder
- beruflich in der Forstwirtschaft tätig sind.
Eine Übertragung durch Mäusebisse spielt in Deutschland dagegen praktisch keine Rolle.

Welche Beschwerden verursachen deutsche Hantaviren?
Eine Hantavirus-Infektion beginnt meist plötzlich. Typisch sind
- hohes Fieber,
- starke Kopf- und Gliederschmerzen,
- Rückenschmerzen,
- Übelkeit,
- Bauchschmerzen,
- Schüttelfrost.
Viele Betroffene glauben zunächst an eine heftige Grippe oder COVID-19. Nach einigen Tagen können die Nieren betroffen sein.
Manche Patienten entwickeln eine vorübergehende Einschränkung der Nierenfunktion, gelegentlich sogar ein akutes Nierenversagen. Fachleute sprechen von einem hämorrhagischen Fieber mit renalem Syndrom (HFRS) beziehungsweise – beim Puumalavirus – häufig von der milderen Form Nephropathia epidemica.
Die gute Nachricht: Die meisten Patienten erholen sich vollständig. Dauerhafte Schäden bleiben vergleichsweise selten zurück.
Andesvirus und Puumalavirus – gleiche Familie, völlig unterschiedliches Risiko
Der Ausbruch auf der MS Hondius hat viele Menschen verunsichert. Dabei unterscheiden sich die südamerikanischen Andesviren und die in Deutschland vorkommenden Hantaviren erheblich.
Das Andesvirus befällt vor allem die Lunge und kann innerhalb weniger Tage zu einem lebensbedrohlichen Lungenversagen führen. Zudem ist es die einzige bekannte Hantavirus-Art, bei der unter bestimmten Bedingungen eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung beschrieben wurde.
Das Puumalavirus dagegen befällt überwiegend die Nieren. Zwar können auch hier schwere Krankheitsverläufe auftreten, insgesamt ist die Sterblichkeit jedoch deutlich niedriger. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch wurde bislang nicht nachgewiesen.
Diese Unterschiede erklären, warum die Gesundheitsbehörden beim Ausbruch auf der MS Hondius außergewöhnlich konsequent handelten. Wäre dort lediglich das in Europa verbreitete Puumalavirus nachgewiesen worden, wären umfangreiche Quarantänemaßnahmen für Kontaktpersonen in dieser Form nicht erforderlich gewesen.
Gibt es Medikamente oder Impfungen?
Eine gezielte antivirale Therapie gegen Hantaviren steht derzeit nicht zur Verfügung. Die Behandlung besteht vor allem darin,
- Fieber zu kontrollieren,
- den Flüssigkeitshaushalt sorgfältig zu überwachen,
- gegebenenfalls Sauerstoff zu geben,
- die Nierenfunktion zu unterstützen,
- schwere Fälle intensivmedizinisch zu behandeln.
Auch eine allgemein verfügbare Impfung existiert bislang nicht. Zwar wird international an Impfstoffen gearbeitet, insbesondere in Ländern mit hoher Hantavirus-Belastung, doch für Europa gibt es derzeit keinen zugelassenen Standardimpfstoff. Umso wichtiger bleibt die Vorbeugung.
So können Sie sich schützen
Die wirksamsten Schutzmaßnahmen sind überraschend einfach:
- Geschlossene Räume, Schuppen oder Dachböden zunächst gut lüften.
- Staub nicht trocken aufwirbeln. Statt zu fegen, feucht wischen.
- Beim Reinigen Handschuhe und – besonders bei stark verschmutzten Bereichen – eine gut sitzende FFP2-Maske tragen.
- Tote Mäuse niemals mit bloßen Händen anfassen.
- Lebensmittel so lagern, dass Nagetiere keinen Zugang haben.
- Mäusekot möglichst mit Desinfektionsmittel oder Wasser anfeuchten, bevor er entfernt wird.
- Nistplätze und Mäusebefall möglichst früh beseitigen.
Mit diesen einfachen Maßnahmen lässt sich das Infektionsrisiko deutlich senken.
Kann man sich testen lassen?
Bei Verdacht auf eine Hantavirus-Infektion können Ärzte Blutuntersuchungen veranlassen. Dabei wird nach Antikörpern gegen Hantaviren gesucht. Ergänzend kommen molekularbiologische Verfahren wie die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) zum Einsatz, insbesondere in frühen Krankheitsphasen oder bei speziellen Fragestellungen.
Entscheidend ist jedoch zunächst der Verdacht: Wer nach Arbeiten in einem staubigen Schuppen oder nach Kontakt mit Mäuseausscheidungen plötzlich hohes Fieber entwickelt, sollte ärztlich auf die mögliche Exposition hinweisen.
Was wir aus dem Ausbruch auf der MS Hondius lernen können
Der Andes-Hantavirus-Ausbruch auf der MS Hondius war außergewöhnlich – aber gerade deshalb lehrreich. Er zeigte, wie schnell Gesundheitsbehörden über Ländergrenzen hinweg zusammenarbeiten können. Kontaktpersonen wurden international identifiziert, informiert und über Wochen medizinisch begleitet. Dass die Quarantänemaßnahmen schließlich ohne weitere Infektionsketten beendet werden konnten, spricht für das koordinierte Vorgehen der beteiligten Behörden.
Gleichzeitig macht der Fall deutlich: Hantaviren sind keine exotischen Erreger, die nur in den Anden vorkommen. Auch Deutschland hat seine eigenen Vertreter dieser Virusfamilie. Zwar unterscheiden sie sich deutlich vom Andesvirus, doch jedes Jahr erkranken hierzulande Menschen – besonders in Jahren mit vielen Rötelmäusen.
Die wichtigste Botschaft lautet deshalb nicht „Angst vor Hantaviren“, sondern informierte Vorsicht. Wer die Übertragungswege kennt und einfache Schutzmaßnahmen beherzigt, kann sein persönliches Risiko erheblich reduzieren. Der spektakuläre Ausbruch auf der MS Hondius mag beendet sein – die Aufgabe, Hantaviren aufmerksam im Blick zu behalten, bleibt jedoch bestehen. tok