„Eine ganz wichtige minimal-invasive Operation zur Behandlung von Patienten mit Prostatavergrößerung ist die moderne Holmium-Laser-Enukleation der Prostata, kurz HoLEP“, erklärt Prof. Dr. med. Sven Lahme, ärztlicher Direktor der Goldstadt Privatklinik in Pforzheim, in einem YouTube-Video. Foto: Morgan Film

Urologie – verständlich erklärt: Wann ist eine HoLEP bei vergrößerter Prostata sinnvoll?

Viele Männer bemerken mit zunehmendem Alter Veränderungen beim Wasserlassen: Der Harnstrahl wird schwächer, man kann die Blase nicht mehr vollständig entleeren und der Harndrang nimmt unangenehme Ausmaße an. Was zunächst nur lästig erscheint, kann sich zunehmend zu einem echten Problem auswachsen. Grund für die Beschwerden ist eine gutartige Vergrößerung der Prostata, die mit der Zeit schwerwiegende Komplikationen hervorrufen kann. „Eine ganz wichtige minimal-invasive Operation zur Behandlung von Patienten mit Prostatavergrößerung ist die moderne Holmium-Laser-Enukleation der Prostata, kurz HoLEP“, erklärt Prof. Dr. med. Sven Lahme, ärztlicher Direktor der Goldstadt Privatklinik in Pforzheim.

Wann wird eine Prostataoperation notwendig?

Die HoLEP wird bei einer gutartigen Vergrößerung der Prostata durchgeführt – also nicht bei Prostatakrebs, sondern bei einer sogenannten benignen Prostatahyperplasie (BPH).

Ein operativer Eingriff empfiehlt sich vor allem dann, wenn:

  • Medikamente nicht mehr ausreichend wirken
  • die Blase sich nicht mehr vollständig entleert (Restharn)
  • häufiger Harndrang oder Infektionen auftreten
  • Komplikationen wie Harnverhalt oder Blasensteine entstehen

Ab einem chronischen Harnverhalt mit einem Restharnvolumen von über 200 ml ist eine operative Verkleinerung der Prostata zu empfehlen. Ziel des Eingriffs ist die Vermeidung von Nierenschäden. Wichtig ist zudem der richtige Zeitpunkt: Wird zu lange gewartet, können sich Veränderungen der Blasenmuskulatur entwickeln. Beschwerden wie starker Harndrang bilden sich dann auch nach der Operation oft nur langsam zurück.

Fällt man gemeinsam mit dem behandelnden Urologen die Entscheidung für eine Operation, so fragt man sich: Welche Operationsmethode ist zu empfehlen und was passiert bei einer Prostata-Laser-Operation eigentlich genau? Um den Ablauf besser zu verstehen, hilft ein Blick in den Operationssaal.

🎥 Wie die HoLEP Schritt für Schritt abläuft, erklärt Prof. Lahme im Video – direkt aus dem Operationssaal anschaulich und gut verständlich am Modell einer Mandarine: HoLEP: So funktioniert die Prostata-Laser-OP – Schritt für Schritt im OP am Modell erklärt – YouTube

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Prof. Dr. med. Sven Lahme, ärztlicher Direktor der Goldstadt Privatklinik in Pforzheim, erklärt in diesem Video alles Wissenswerte zur Holmium-Laser-Enukleation der Prostata, kurz HoLEP.

Was passiert bei der HoLEP im Körper?

Bei der HoLEP wird das vergrößerte Prostatagewebe nicht schichtweise abgetragen, sondern entlang der natürlichen Trennschicht zur Prostatakapsel gelöst. Das Prinzip lässt sich – wie im Video gezeigt – gut an einem Modell erklären: Ähnlich wie bei einer Mandarine wird das „Fruchtfleisch“ (das vergrößerte Prostatagewebe) aus der „Schale“ (der Prostatakapsel) herausgelöst.

Das gelöste Gewebe wird anschließend vollständig in die Blase geschoben. Im nächsten Schritt wird es mit einem speziellen Instrument – dem sogenannten Morcellator – zerkleinert und abgesaugt. Das entfernte Gewebe kann anschließend feingeweblich auf das Vorhandensein von Prostatakrebs untersucht werden.

Welche Vorteile hat die HoLEP gegenüber älteren Verfahren?

Im Gegensatz zur klassischen transurethralen Resektion der Prostata (TUR-P) wird das Gewebe nicht schichtweise mit einer elektrischen Schlinge abgetragen, sondern vollständig entlang der anatomischen Gegebenheiten entfernt. Das hat mehrere Vorteile:

  • Die Kontinenz sowie die Erektionsfähigkeit bleiben in der Regel erhalten.
  • Sehr vollständiger und gleichmäßiger Gewebeabtrag
  • Geringere Blutungsneigung
  • Besonders geeignet bei stark vergrößerter Prostata

Nach dem Eingriff funktioniert die Blasenentleerung in der Regel sofort sehr gut – Medikamente zur Unterstützung des Wasserlassens sind nicht mehr erforderlich.

Kurzinfo Holmiumlaser-Enukleation (HoLEP)

IndikationVergrößerung der Prostata mit Störung der Harnblasen-Entleerung
Prinzipminimal-invasive Operation über die Harnröhre, Abtragen von Prostatagewebe mit dem Holmium-Laser
OP-Zeitje nach Größe der Prostata, etwa 1 bis 2 Stunden
Aufenthalt2 bis 3 Tage
HinweisRückenmarks-Anästhesie oder Vollnarkose

Weitere Informationen zur Behandlung einer gutartigen Prostatavergrößerung, zur Entscheidung für die passende Operationsmethode und zum Ablauf der Operation erfahren Sie auf der Homepage der Goldstadt Privatklinik: Prostata Ausschälung und Ausschabung bei Prostatavergrößerung.

Falls Sie wissen möchten, wie der stationäre Aufenthalt bei einer HoLEP abläuft, so finden Sie in diesem weiteren Video alle wichtigen Details hierzu: Gutartige Prostatavergrößerung | 3 Tage in urologischer Klinik | Die 6 Schritte bei einer HoLEP-OP.

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Prof. Dr. med. Sven Lahme, ärztlicher Direktor der Goldstadt Privatklinik in Pforzheim, erklärt in diesem YouTube-Video, wie in einer urologischen Fachklinik der stationäre Aufenthalt bei einer HoLEP abläuft.

Goldstadt Privatklinik – Fachzentrum für Urologie in Pforzheim
Die Goldstadt Privatklinik ist eine auf urologische Erkrankungen spezialisierte Klinik mit einem erfahrenen Team aus Fachärzten, OP- und Pflegeteams. Zu den Schwerpunkten gehören die Diagnostik und Therapie von Prostataerkrankungen, Harnwegserkrankungen, Nierensteinen und Inkontinenz. Zum Standard gehören moderne bildgebende Verfahren, roboterassistierte Operationen mit dem da Vinci-System sowie minimal-invasive Techniken. Weitere Informationen unter https://goldstadt-privatklinik.de/