
Schneiden, hacken, rühren und braten ist angesagt in der großzügigen Pforzheimer AOK-Küche. Hier werden vertiefte Kenntnisse zur vegetarischen Küche vermittelt. Foto: Jan Hof
PZ/AOK-Frühjahrskur: Bereichernde Erlebnisse in der Welt der vegetarischen Genüsse
Fast schon scheint ein Stück Routine eingekehrt zu sein bei den zehn Frauen am zweiten Themenabend der PZ/AOK-Frühjahrskur – wenn nicht doch eine gewisse Portion Spannung in ihren Gesichtern zu lesen wäre. Wie wird das Kochen wohl an diesem Abend gelingen? Und wie mundet es?
Doch zunächst gilt es die vergangene Woche der Frühjahrskur Revue passieren zu lassen, samt Resümee des ersten Themenabends. „Mir war gar nicht klar, dass man Sellerie in solchen Mengen essen kann“, erzählt Teilnehmerin Chiara Babato-Müller zu einem der Gerichte der vergangenen Woche. Wie überhaupt die Teilnehmerinnen immer wieder reizvolle, bereichernde kulinarische Erlebnisse haben, die auch noch gesund und kalorienarm daher kommen. Allein dies scheint Grund genug, sich an der PZ/AOK-Frühjahrskur zu beteiligen.
Und sollte Mann oder Frau partout ein Gemüse oder eine Frucht nicht mögen: „Keiner muss sich sklavisch an die Rezepte halten, da kann man einfach nach Gusto etwas tauschen“, so AOK-Ernährungsspezialistin Simone Mühling zu ihren Rezeptideen.
Ernährungsphysiologisch von hohem Wert
Vor sich hat sie eine ganze Reihe von Supermarktprodukten aufgebaut. Sie haben alle eines gemeinsam: Sie sind rein pflanzlich, ernährungsphysiologisch von hohem Wert – und schmecken im besten Falle auch noch gut. So etwa die Alblinsen – eine uralte Sorte, deren Saatgut nur durch einen Zufall wiederentdeckt wurde – und sich zu einem Verkaufsschlager bei Feinschmeckern und Ernährungsbewussten entwickelt hat, wie die AOK-Ernährungspezialistin erzählt. Letzteres gelte auch für rote Linsen – „Fastfood von der besten Sorte“. Weiter geht‘s in der Warenkunde: Tofu, Seitan, Tempeh – die Namen sind meist bekannt, probiert hat das aber noch nicht jede in der Runde.
Wie überhaupt sich das Angebot an gesunden, oft vegetarischen Lebensmitteln – viele mit Ökolabel – sich sprunghaft vergrößert hätte, fährt Mühling fort. Mit ein simpler Grund für, aber kein Argument gegen ihre Verwendung: „Mit vielen vegetarischen und veganen Produkten lassen sich beim Verkauf satte Gewinnmargen erzielen“.
Und dann ist es auch schon so weit: Eventleiterin Simone Mühling stellt die spannende Frage, wer gerne welches der verteilten leckeren Rezepte in der großen AOK-Seminarküche zubereiten möchte . Die Paare fürs gemeinsame Kochen haben sich bereits beim ersten Durchgang vor einer Woche bewährt. Schnell sind die anstehenden Gerichte auf die zehn Frauen verteilt.
Dann kommt Aufbruchstimmung in den Raum. Die Stühle stehen bis zum gemeinsamen Essen verwaist am großen Esstisch: Schneiden, hacken, rühren und braten ist jetzt angesagt. Es geht rund an Tischen und Kochstellen der großzügigen Pforzheimer AOK-Küche. Die feinen Gerüche lassen schon einmal erahnen, was wohl bald serviert wird:
– dreierlei Aufstriche
– Kürbis mit Alblinsen
– feine Linsenbratlinge
– ein Süßkartoffel-Apfel-Auflauf
– veganer Parmesan (aus Mandeln)
Wenn das mal keine Einladung zu gesundem Essen ist! Walter Kindlein
Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Ausprobieren eines neuen gesunden Lebensstils.