Bei der Kleidung ist ein nicht zu eng sitzender „Zwiebellook“ aus mehreren dünnen Lagen optimal fürs Baby im Kinderwagen. Auf dem Foto fehlen noch Handschuhe für den Nachwuchs. Foto: famveldman/stock.adobe.com

Eisige Temperaturen: Babys im Kinderwagen droht schnell Unterkühlung

Draußen ist es bitterkalt. Beim Winterspaziergang mit Baby sollten Eltern jetzt darauf achten, dass ihr Kind im Kinderwagen warm eingepackt ist, andernfalls droht eine Unterkühlung. Darauf weist die Aktion Das sichere Haus (DSH), Hamburg, hin. Die Gefahr besteht auch bei Kleinkindern im Fahrradanhänger.

Dünnere Babyhaut

Schon nach 60 Minuten kann es selbst bei Plustemperaturen um sechs Grad kritisch werden. Dafür gibt es vor allem zwei Gründe: Babyhaut ist zum einen fünfmal dünner als die von Erwachsenen und zum anderen haben Babys wegen des Verhältnisses von Körpervolumen und Körpergröße einen schnelleren Wärmeverlust.

Vielen Eltern ist es zudem häufig nicht bewusst, dass sich ihr Kind im Kinderwagen oder Fahrrad-Kinderanhänger nicht bewegen und auf diese Weise selbst Wärme erzeugen kann.

Tipps für den Winterspaziergang

Bevor es nach draußen geht, sollten Kinder ausreichend trinken. Ihre Wasserreserven im Körper sind geringer als die von Erwachsenen, Kinder verlieren aber ebenso wie die Großen beim Ausatmen Flüssigkeit. Es besteht die Gefahr, dass ihr Blut eindickt, Nase, Ohren, Finger und Zehen schlechter durchblutet werden und erfrieren.

Bei der Kleidung ist ein „Zwiebellook“aus mehreren dünnen Lagen die richtige Wahl. Kleidung und Schuhe sollten nicht zu eng sitzen. Handschuhe sind ebenfalls angesagt. Wichtig auch: Die Kinder sollten nicht in voller Montur im warmen Auto sitzen. Das Kind kann überwärmen; es besteht das Risiko eines plötzlichen Kindstods.

Info

Die Aktion Das sichere Haus (DSH) informiert über Unfallgefahren in Heim und Freizeit. Ziel der gemeinnützigen DSH ist ein besserer Unfall- und Gesundheitsschutz für alle, denn mehr als 13.000 Menschen sterben pro Jahr durch einen häuslichen Unfall. Die Gesamtzahl häuslicher Unfälle liegt in Deutschland jährlich bei rund sieben Millionen.    pm