„Nachhaltigkeit darf nicht allein als ökologische Aufgabe verstanden werden. Ziel muss es sein, ökologische, soziale und ökonomische Verantwortung mit den zentralen Zukunftsfragen unseres Gesundheitswesens zu verbinden“, sagt Johannes Bauernfeind, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg. Foto: witsarut/stock.adobe.com

AOK-Vorstand Johannes Bauernfeind setzt auf Nachhaltigkeitsstrategie fürs Gesundheitswesen

Der Dachverband der Betriebskrankenkassen hat mit dem Centre for Planetary Health Policy (CPHP) unter Beteiligung von rund 50 Akteuren im Gesundheitswesen ein Eckpunktepapier für eine Nachhaltigkeitsstrategie im Gesundheitswesen vorgestellt. Die AOK Baden-Württemberg unterstützt das Vorhaben und beteiligt sich intensiv an der weiteren Entwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie, betont Johannes Bauernfeind, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg.

Dem Klimawandel mit zukunftsorientiertem Gesundheitssystem begegnen

„Gesundheit und Nachhaltigkeit gehören untrennbar zusammen. Der Klimawandel wirkt sich bereits heute auf die Gesundheit der Menschen aus und stellt das Gesundheitswesen vor neue Herausforderungen. Auch bei der Weiterentwicklung unseres Versorgungssystems, damit es auch zukünftig leistungsfähig, bezahlbar und resilient bleibt, spielt Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. Deshalb unterstützt die AOK Baden-Württemberg das gemeinsame Eckpunktepapier für eine Nachhaltigkeitsstrategie im Gesundheitswesen ausdrücklich“, so Bauernfeind zur Aktion des BKK Dachverbands.

Für den Vorstandsvorsitzender der AOK im Südwesten ist klar: „Nachhaltigkeit darf nicht allein als ökologische Aufgabe verstanden werden. Ziel muss es sein, ökologische, soziale und ökonomische Verantwortung mit den zentralen Zukunftsfragen unseres Gesundheitswesens zu verbinden: Prävention, Versorgungsqualität, Effizienz und Versorgungssicherheit. Damit wird deutlich, dass Nachhaltigkeit kein Zusatzthema ist, sondern ein wesentlicher Baustein moderner Gesundheits- und Strukturpolitik.“

Johannes Bauernfeind, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg. Foto: AOK Baden-Württemberg

Große Aufgabe für das Gesundheitssystem gemeinsam angehen

Dass diese große Aufgabe nicht alleine geschultert werden kann, steht für Bauernfeind nicht in Frage: „Wichtig ist für uns der breite Schulterschluss von Krankenkassen, Verbänden, Wissenschaft und weiteren Akteuren des Gesundheitswesens. Die Transformation hin zu einem nachhaltigen Gesundheitswesen kann nur gemeinsam gelingen. Die kassen- und organisationsübergreifende Initiative zeigt, dass es einen breiten Konsens über Relevanz von Nachhaltigkeit und die Richtung, in die sich unser Gesundheitswesen entwickeln muss, gibt.“

Nicht nur die vielen Auszeichnungen für Nachhaltigkeits- und Zukunftsprojekte, die die AOK Baden-Württemberg in den vergangenen Jahren erhalten hat, zeigen, dass die Krankenkasse in diesem Bereich Impulse gesetzt hat und dies auch weiterhin konsequent machen will. Bauernfeind bestätigt: „Für die AOK Baden-Württemberg ist Nachhaltigkeit seit Jahren ein strategisches Handlungsfeld.  Wir sind überzeugt, dass eine stärkere Ausrichtung auf Prävention und Gesundheitsförderung nicht nur die Gesundheit der Menschen verbessert, sondern langfristig auch zur Wirtschaftlichkeit und Effizienz der gesetzlichen Krankenversicherung beiträgt. Gesundheitsförderliche Lebenswelten, eine nachhaltige Mobilität, ausgewogene Ernährung, wirksamer Nichtraucherschutz, ein verantwortungsvoller Umfang mit Alkohol sowie ein konsequenter Hitze- und Klimaschutz sind zentrale Ansatzpunkte, um die Krankheitslast zu reduzieren und Gesundheit nachhaltig zu stärken. Wer Krankheiten vermeidet, Ressourcen gezielter einsetzt und Versorgung sektorenübergreifend steuert, stärkt die Zukunftsfähigkeit unseres Gesundheitssystems insgesamt.“ Und so lobt Bauernfeind das Engangement des BKK-Dachverbands: „Das Eckpunktepapier setzt hierfür wichtige Impulse. Es bietet die Chance, Nachhaltigkeit als festen Bestandteil zukünftiger Reformen zu verankern und gleichzeitig die notwendigen Struktur- und Finanzierungsreformen im Gesundheitswesen sinnvoll zu unterstützen. Diesen Weg wird die AOK Baden-Württemberg als Impulsgeberin aktiv und konstruktiv mitgestalten.“   pm/tok