
Nachts wach, tagsüber müde: 69 % der Frauen in Deutschland haben das Gefühl, dass ihre Schlafprobleme verharmlost werden. Foto: Prostock-studio/stock.adobe.com
Schlechter Schlaf und fehlende Erholung prägen den Alltag vieler Frauen in Deutschland
Erholsamer Schlaf ist für viele Frauen in Deutschland keine Selbstverständlichkeit. Anlässlich des Tags des Schlafens am 21. Juni präsentiert Pure Encapsulations aktuelle Zahlen aus einer repräsentativen Studie, durchgeführt in Zusammenarbeit mit YouGov. 59 % der Frauen wachen täglich oder mehrmals pro Woche nicht erholt auf, 57 % beurteilen ihre allgemeine Schlafqualität als schlecht. 41 % haben das Gefühl, dass ihr Alltag ihnen nicht ausreichend Raum für Schlaf lässt.
Die Ergebnisse der Erhebung unter 1050 Frauen zeigen, wie stark fehlende Erholung und schlechter Schlaf den Alltag vieler Frauen prägen.
Stress und Angst beeinflussen den Schlaf am häufigsten
„Erholsamer Schlaf ist eine wesentliche Grundlage für Regeneration und Wohlbefinden. Wenn mehr als jede zweite Frau regelmäßig nicht erholt aufwacht und ihre Schlafqualität als schlecht beurteilt, zeigt das, wie relevant Schlafgesundheit im Alltag von Frauen ist. Schlafprobleme sollten ernst genommen und nicht als selbstverständlicher Teil des Alltags hingenommen werden“, erklärt Tina Werner, Wissenschaftliche Leiterin der Initiativen zur Frauengesundheit bei Pure Encapsulations.
Frauen in Deutschland erleben unterschiedliche Faktoren als Belastung für ihren Schlaf. Am häufigsten nennen sie Stress und Angst: 56 % geben an, dass sich diese negativ auf ihren Schlaf auswirken. 39 % nennen gesundheitliche Beschwerden, 33 % finanzielle Sorgen. Auch hormonelle Veränderungen spielen für viele eine Rolle: 38 % sagen, dass Zyklus, PMS oder Wechseljahre ihre Schlafqualität deutlich oder sehr stark beeinflussen.
Fehlende Erholung zeigt sich besonders in der Lebensmitte
Besonders deutlich fällt die Belastung bei Frauen zwischen 35 und 54 Jahren aus. In dieser Altersgruppe wachen 65 % täglich oder mehrmals pro Woche nicht erholt auf, 63 % beurteilen ihre allgemeine Schlafqualität als schlecht. 49 % haben das Gefühl, dass ihr Alltag ihnen nicht ausreichend Raum für Schlaf lässt, 53 % sehen nicht ausreichend Raum für Erholung.
Damit zeigt sich fehlende Erholung in der Lebensmitte besonders ausgeprägt. Gerade in dieser Altersgruppe berichten viele Frauen von schlechtem Schlaf und fehlendem Raum, um ausreichend zur Ruhe zu kommen.
Schlafprobleme werden häufig verharmlost
Schlafprobleme werden von vielen Frauen als Thema wahrgenommen, das nicht ausreichend ernst genommen wird. 69 % haben das Gefühl, dass Schlafprobleme bei Frauen häufig verharmlost werden. Jede zweite Frau erlebt häufig oder sehr häufig, dass Müdigkeit oder Schlafprobleme von anderen als normal dargestellt oder relativiert werden. 33 % der Befragten haben wegen Müdigkeit oder Schlafproblemen bereits ärztliche Hilfe gesucht. Unter diesen Frauen fühlen sich 53 % im medizinischen System mit ihren Schlaf- oder Erschöpfungsbeschwerden eher nicht oder überhaupt nicht ernst genommen.
„Wenn Frauen über schlechten oder nicht erholsamen Schlaf berichten, braucht es einen umfassenden Blick auf mögliche Einflussfaktoren. Dazu gehören Belastungen im Alltag ebenso wie körperliche Aspekte, etwa die Versorgung mit essenziellen Mikronährstoffen. Entscheidend ist, Beschwerden ernst zu nehmen und mögliche Ursachen sorgfältig abzuklären“, ergänzt Tina Werner.
Info
Für die Studie wurden im April 2026 insgesamt 1050 Frauen im Alter von 18 bis 65 Jahren in Deutschland online befragt. Die Daten wurden nach Alter und Region quotiert und gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für Frauen in Deutschland im Alter von 18 bis 65 Jahren. pm