
Im Vorfeld des Welt-MS-Tags am 30. Mai bietet Vital-Region.de eine Lesertelefon-Aktion zum Thema Multiple Sklerose an. Dank moderner Therapien können viele MS-Erkrankte ihren Alltag gut bewältigen und ein aktives, selbstbestimmtes Leben führen. Foto: SewcreamStudio/stock.adobe.com
Lesertelefon: Jetzt erst recht! – Wie es nach der Diagnose MS weitergeht
Rund 280.000 Menschen leben in Deutschland mit Multipler Sklerose (MS). Jährlich werden 15.000 Frauen und Männer neu mit der Diagnose konfrontiert. Meist wird die Erkrankung im Alter zwischen 20 und 40 Jahren entdeckt, also in einer Lebensphase, in der Familie, Beruf und Zukunftspläne im Vordergrund stehen. Doch dank moderner Therapien und einem aktiven Krankheitsmanagement können viele Menschen mit MS ein langes und erfülltes Leben führen. Unter dem Motto „Diagnose MS: Jetzt erst recht!“ informieren DMSG-Experten am Lesertelefon anlässlich des Welt-MS-Tags am 30. Mai.
Diagnose MS: Jetzt erst recht!
Informationen, Perspektiven, Unterstützung am Lesertelefon mit Experten der
Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG)
Donnerstag, 28. Mai 2026 von 16 bis 19 Uhr
Kostenfreie Rufnummer 0800 – 0 60 40 00
Die Diagnose ist kein Hindernis für ein erfülltes Leben
Es gehört zu den Besonderheiten von MS, dass ihre Symptome und ihr Verlauf von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich ausfallen. Ein Grund: MS ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die Schutzschicht von Nervenfasern in Gehirn und Rückenmark angreift. Wo und wie stark das Entzündungsgeschehen die Nervenfasern schädigt, wirkt sich auf die Symptome und den Krankheitsverlauf aus.
MS wird stark mit Folgen wie Behinderung, Pflegebedürftigkeit und erheblichen Einschränkungen der Lebensqualität in Verbindung gebracht – und es kursieren viele falsche oder überholte Vorstellungen von MS. Richtig ist vielmehr: MS ist keine tödliche Erkrankung, kann besonders im Frühstadium günstig beeinflusst werden, ist immer besser behandelbar und bedeutet nicht zwangsläufig Invalidität. Viele MS-Erkrankte bewältigen ihren Alltag gut, sind erfolgreich im Beruf, gründen Familien, führen ein aktives und selbstbestimmtes Leben.
Herausforderung, aber kein Schicksal
Viele Menschen mit MS berichten, dass es ihnen hilft, die Erkrankung als neue Normalität zu betrachten und die Herausforderungen dieses neuen Lebens aktiv anzunehmen. Dazu zählt, sich auf die Möglichkeiten zu konzentrieren, statt auf die Einschränkungen zu blicken. Keine einfache Aufgabe, doch Erkrankte können auf Unterstützung in vielen Lebensbereichen zurückgreifen, zum Beispiel bei Beruf, Familienplanung, Urlaub oder Mobilität. Das Angebot reicht von der medizinischen Therapie und psychologischen Unterstützung über Bewegung, Physiotherapie und Ernährung bis zu Selbstmanagement und Alltagsbewältigung.
Entscheidend für die Krankheitsbewältigung ist, dass Erkrankte Zugang zu diesen Unterstützungsangeboten finden. Als zentrale Anlaufstelle und Wegweiser steht die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) ihnen deshalb bei allen Fragen rund um MS zur Seite.
MS aktiv begegnen – Experten der DMSG beantworten Fragen am Lesertelefon
Was hilft gegen die ständige Erschöpfung? Kann ich jetzt noch Kinder bekommen? Mit welchen Einschränkungen durch die Krankheit muss ich rechnen? Wie kann ich möglichst lange im Beruf bleiben? Wie wirkt sich MS auf meine Partnerschaft aus? Welche Folgen haben die Medikamente auf Dauer? Wie sieht eine optimale Therapie aus? Kann ich weiterhin Sport betreiben? Was hilft gegen das ständige Grübeln? Antworten zu allen Fragen rund um MS geben folgende DMSG-Experten am Lesertelefon:
- Prof. Dr. med. Ralf Gold; Facharzt für Neurologie; Direktor der Neurologischen Klinik der Ruhr-Universität Bochum am St. Josef-Hospital; Vorsitzender im Ärztlichen Beirat der DMSG Bundesverband
- Prof. Dr. med. Judith Haas; Fachärztin für Neurologie; Vorsitzende der DMSG Bundesverband und Vorstandsmitglied im Ärztlichen Beirat der DMSG Bundesverband
- Dr. med. Dieter Pöhlau; Facharzt für Neurologie; Ärztlicher Direktor der DRK Kamillus Klinik Asbach, stellvertretender Vorsitzender DMSG Bundesverband
- PD Dr. Anke Salmen; Leitende Ärztin Universitätsambulanz, Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum St. Josef-Hospital, Katholisches Klinikum Bochum gGmbH, Ruhr-Universität Bochum, zweite stellvertretende Vorstandsvorsitzende im Ärztlichen Beirat der DMSG Bundesverband
- Prof. Dr. Tania Kümpfel; Leiterin der Neuroimmunologischen Ambulanz Institut für klinische Neuroimmunologie LMU Klinikum der Universität München, Mitglied im Ärztlichen Beirat der DMSG Bundesverband
- Priv.-Doz. Dr. med. Karl Baum; Facharzt für Neurologie, Hennigsdorf; Vorsitzender im Vorstand der DMSG Landesverband Berlin, stellvertretender Vorsitzender im Ärztlichen Beirat der DMSG Landesverband Brandenburg
Informieren Sie sich kostenlos! Am Donnerstag, den 28. Mai 2026 von 16 bis 19 Uhr.
Gebührenfreier Anruf unter Rufnummer 0800 – 0604000 ist aus allen deutschen Netzen.
Transparenzhinweis
Die Experten am Lesertelefon informieren umfassend und neutral, stellen jedoch keine telefonischen Diagnosen und sprechen keine konkreten Therapieempfehlungen aus. Das Informationsgespräch am Lesertelefon kann und soll eine individuelle fachliche Beratung durch Ärzte nicht ersetzen. Persönliche Daten der Anrufer werden nur auf deren ausdrücklichen Wunsch gespeichert oder aufgenommen. Anrufende können auf Wunsch anonym bleiben. pm/tok