In der Saison 2023/24 lag die Grippeimpfquote bei Menschen ab 60 Jahren bei nur 38 % und damit weit unter der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der EU angestrebten Quote von 75 %. Dabei ist eine echte Grippe keine harmlose Erkältung. Foto: Alexander Raths/stock.adobe.com

Trotz hoher Impfbereitschaft: Tatsächliche Impfquoten für Grippe und COVID-19 weiter rückläufig

Eine aktuelle repräsentative Bevölkerungsbefragung von Sanofi in Deutschland zeigt: 43 % aller Befragten aus der Gesamtbevölkerung planen, sich gegen Grippe impfen zu lassen. 22 % der Befragten geben an, sich gegen COVID-19 impfen zu wollen. Dennoch bleibt die tatsächliche Impfquote im dritten Jahr in Folge für beide Infektionskrankheiten rückläufig.

Menschen ab 60 Jahren, chronisch Kranke und Personen mit häufigem Personenkontakt zeigen eine überdurchschnittlich hohe Impfbereitschaft. Doch bei vielen mangelt es an der Umsetzung. Dabei ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Impfung.

Grippeimpfquoten unbefriedigend, trotz hoher Risiken für Herzinfarkt und Schlaganfall

In der Saison 2023/24 lag die tatsächliche Grippeimpfquote bei Menschen ab 60 Jahren bei nur 38 % und damit weit unter der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der EU angestrebten Quote von 75 %. An Aufklärung mangelt es allerdings nicht: So geben aktuell drei Viertel der Befragten an, zu wissen, dass es einen Unterschied zwischen der echten Grippe und einem grippalen Infekt gebe. Jede zweite befragte Person hatte nach eigenen Angaben bereits selbst eine Grippe. 10 % berichten sogar von einer Hospitalisierung im näheren Umfeld aufgrund einer Grippeinfektion. Dennoch bleiben die tatsächlichen Impfquoten niedrig.

Eine echte Grippe ist keine harmlose Erkältung. Sie kann schwere Verläufe und Komplikationen verursachen, selbst bei Menschen ohne Vorerkrankungen. Das Risiko für einen Herzinfarkt ist in den ersten Tagen nach einer Grippeerkrankung um das bis zu 10-Fache erhöht, das Schlaganfallrisiko kann um das 8-Fache steigen. Menschen ab 60 sind aufgrund ihres schwächeren Immunsystems stärker gefährdet als Jüngere, einen schweren Verlauf zu erleiden. Mögliche Folgen sind längere Erholungsphasen, eine dauerhaft geschwächte Gesundheit und eine Einschränkung der Lebensqualität. Außerdem besteht das Risiko für grippebedingte Komplikationen, die einen Krankenhausaufenthalt notwendig machen.

Impfquote auch bei COVID-19 weiterhin zu niedrig

In der vergangenen Saison 2024/25 ließen sich nur 20 % der Befragten gegen COVID-19 impfen, 22 % planen dies auch für den Winter 2025/26. Damit bleibt das Niveau niedrig. Menschen ab 60 Jahren und solche mit chronischen Erkrankungen zeigen eine höhere Impfquote. Diesen Gruppen wird auch seitens der STIKO eine jährliche COVID-19-Impfung empfohlen.

Auch Personen mit Patientenkontakt in medizinischen Einrichtungen sind Teil dieses Personenkreises. Sie werden besonders durch die Vermeidung von COVID-19-assoziierten Komplikationen und den Schutz des persönlichen Umfelds zur Impfung motiviert.

Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO)

Die STIKO empfiehlt daher die jährliche Grippeimpfung für Menschen ab 60 Jahren, für Personen mit chronischen Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-, Atemwegs-, Nieren- oder Stoffwechselerkrankungen sowie für medizinisches Personal und Menschen mit häufigem Kontakt zu anderen. Auch Schwangeren ab dem vierten Schwangerschaftsmonat wird die Grippeimpfung empfohlen. Wer sich schützen möchte, sollte sich möglichst jetzt impfen lassen, denn der Herbst ist der ideale Zeitpunkt, um bestmöglich geschützt in die Grippesaison zu starten.

Insbesondere Menschen ab 60 Jahren und Menschen mit bestimmten Grunderkrankungen rät die STIKO ebenfalls zur regelmäßigen COVID-19-Auffrischimpfung. Bei Schwangeren und Frauen im gebärfähigen Alter soll eine Basisimmunität gegen das Virus SARS-CoV-2 vorliegen; ist diese nicht erreicht, oder liegen Grunderkrankungen vor, wird eine Impfung im zweiten Schwangerschaftsdrittel beziehungsweise im Herbst empfohlen.

Zeitgleicher Schutz vor Grippe und COVID-19

Die Ergebnisse der Bevölkerungsumfrage zeigen außerdem: Rund ein Fünftel der Befragten plant, sich in dieser Saison gegen beide Erkrankungen impfen zu lassen. In dieser Personengruppe stehen mehr als die Hälfte der Menschen der zeitgleichen Impfungen gegen Grippe und COVID-19 offen gegenüber. Zudem zeigen die Daten, dass ein hohes Interesse an einem möglichen Kombinationsimpfstoff und somit der Wunsch nach einfachen und effektiven Schutzlösungen in der Zukunft besteht.

Der ideale Zeitpunkt für die Grippeimpfung ist genau jetzt, von Oktober bis Mitte Dezember. Aber auch spätere Impfungen bis ins Frühjahr hinein können sinnvoll und wichtig sein. Einen Termin für beide Impfungen kann in der Arztpraxis oder vielen Apotheken vereinbart werden.

Info

Die vom 12. bis 17. September 2025 von IPSOS im Auftrag von Sanofi durchgeführte Bevölkerungsbefragung „Grippeimpfschutz 2025“ bei 1000 Männern und Frauen zwischen 16 und 75 Jahren in Deutschland ist repräsentativ für die deutsche Online-Bevölkerung. Repräsentativitätskriterien waren Geschlecht, Alter und Region.

Sanofi ist ein forschendes Biopharma-Unternehmen mit besonderer Kompetenz im Bereich des Immunsystems. Auch mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz werden lebensrettende Impfstoffe und Behandlungsoptionen verbessert und neu entwickelt, die weltweit Millionen von Menschen das Leben retten können.  pm