Am 1. März ist meteorologischer Frühlingsanfang. Für Menschen, die auf Pollen allergisch reagieren, ist das nur eine bedingt gute Nachricht. Jetzt beginnt die Heuschnupfen-Saison im großen Stil. 

Frühlingszeit ist Pollenzeit. Während sich wohl die meisten Deutschen über die ersten warmen Sonnenstrahlen im Jahr freuen, müssen sich Allergiker nun wieder auf verstärkten Pollenflug einstellen. Wie die Grafik von Statista zeigt, haben viele Pflanzen bereits Saison: Den Anfang machen traditionell Erle und Hasel, die bereits im Februar und März in voller Blüte stehen. Aber auch Ulme, Weide und andere Baumarten legen laut Daten von Wetter.com langsam los und sorgen für Schnupfen, rote Augen und Atembeschwerden. Gräserpollen verbreiten sich vor allem in den warmen Sommermonaten aber kommen sogar teilweise noch im November vor.

Heuschnupfen oder andere Allergien sind in Deutschland weit verbreitet, wie eine vom Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlichte Umfrage unter über 20.000 Erwachsenen zeigt. Fast ein Drittel der Teilnehmenden gaben an, in den letzten zwölf Monaten von einer Allergie betroffen gewesen zu sein – wobei Frauen (34,7 Prozent) deutlich häufiger betroffen sind als Männer mit (27,0 Prozent). Des Weiteren zeigt die folgende Statista-Grafik, dass jüngere Menschen häufiger unter Allergien leiden.

Zu den gängigen Symptomen gehören laut RKI „Fließschnupfen, Niesattacken, brennende und tränende Augen, Atembeschwerden bis hin zu Atemnot oder quälender Juckreiz der Haut.“  

Um allergischen Reaktionen entgegenzuwirken, hilft häufig nur die Einnahme von Medikamenten. Laut der Verbrauchs- und Medienanalyse 2022 (VuMA) greifen etwa 1,1 Millionen Menschen in Deutschland täglich zu Antiallergika oder Antihistaminika. Weitere 900.000 Betroffene nehmen mindestens wöchentlich ein Mittel zur Bekämpfung ihrer Allergiesymptome ein.

Die Anzahl der Menschen in Deutschland, die medikamentös gegen Allergien vorgehen, ist in den vergangenen Jahren stetig angestiegen. Einerseits ein Zeichen für den medizinischen Fortschritt und die immer bessere Verträglichkeit solcher Medikamente, andererseits bedeuten die steigenden Zahlen auch, dass die Deutschen vermehrt an Allergien leiden.