Warum salzhaltige Luft der Gesundheit gut tut, merkt man schnell bei einem Spaziergang am Meer. Das Wohlgefühl für Atemwege und Psyche erlebt man aber auch fernab der Küste in der reinen und stark salzhaltigen Luft von künstlichen Salzgrotten. Foto: Krakenimages.com/stock.adobe.com

Ob in der Salzgrotte oder am Meer: Salzhaltige Luft unterstützt Atemwege und Psyche

Es gibt Momente, in denen unser Körper ganz genau weiß, was ihm fehlt. Wer schon einmal am Meer stand, barfuß im Sand, mit einer salzigen Brise auf der Haut, der kennt dieses Gefühl: Die Lungen atmen tiefer, der Kopf wird klarer, der Stress verfliegt irgendwie mit den Möwen am Horizont. Und genau hier beginnt die spannende Geschichte der salzhaltigen Luft – ob am Ozean oder in künstlich geschaffenen Salzgrotten aus Himalaya-Salz.

In der Salzgrotte Mirasal in Pforzheim, Christophallee 22, zum Beispiel schafft besonders salzhaltige Luft ein einzigartiges, mineralienhaltiges Mikroklima mit bis zu 50 verschiedenen Mineralien wie Selen, Fluor, Brom, Natrium, Zink und vieles andere mehr. Die erhöhte Luftfeuchtigkeit von rund 65 Prozent erleichtert die schnelle Aufnahme der salzhaltigen Luft bei einer angenehmen Wohlfühltemperatur von rund 21 Grad. Dank dem durch das Salz in der Luft befindlichen hohen Anteil an Natriumchlorid, welches antiallergisch und pilzhemmend wirkt, ist die Luftreinheit rund zehnfach höher als in normaler Umgebung.

In der Salzgrotte Mirasal in Pforzheim kann man zwischen tonnenschweren Salzblöcken aus dem Himalaya und auf einem Salzstrand-Boden mit tropfender Sole im Hintergrund die faszinierende Wirkung von salzhaltiger Luft erleben. Davon profitieren vor allem die Atemwege. Auch die Psyche kann durch eine parasympathische Entspannung profitieren. Foto: Mirasal

Was macht salzhaltige Luft so besonders?

Salzhaltige Luft besteht aus winzigen Salzpartikeln (Aerosolen), die in der Luft schweben. Am Meer entstehen sie ganz natürlich durch Brandung und Wind. In Salzgrotten wird die Luft über spezielle Zerstäuber oder natürliche Verdunstung aus großen Salzblöcken angereichert – meist mit Himalaya-Salz, das vor allem aus Natriumchlorid besteht, aber auch Mineralien wie Kalzium, Magnesium oder Kalium enthält (wenn auch in geringer, physiologisch eher nebensächlicher Menge).

Die Luft selbst ist dabei erstaunlich rein: Stark salzhaltige Aerosole wirken leicht antibakteriell, weshalb sich in gut gewarteten Salzräumen oft ein deutlich reduziertes Keimaufkommen zeigt.

Wie gelangt das Salz in unseren Körper – und was passiert dann?

Das Prinzip ist simpel: Wir atmen die feinen Salzpartikel ein. Sie legen sich auf die Schleimhäute der Atemwege, vom Nasenraum über die Bronchien bis tief in die Lunge. Dort passiert Folgendes:

  • Das Salz bindet Wasser – ein natürlicher osmotischer Effekt. Der Schleim in den Atemwegen verflüssigt sich und wird besser abtransportiert.
  • Salz wirkt leicht entzündungshemmend, weil es die Schleimhäute beruhigen kann.
  • Feine Salzpartikel wirken wie eine kleine „Reinigungscrew“, die festsitzende Partikel und Verunreinigungen aus den Atemwegen lockert.
  • Auch auf der Haut (zum Beispiel an den Händen oder im Gesicht) kann salzhaltige Luft reizlindernd wirken, was etwa bei Neurodermitis wichtig ist.

Die Aufnahme ins Blut spielt dagegen praktisch keine Rolle, denn die Mengen sind viel zu gering. Die Wirkung findet lokal in den Atemwegen statt.

Welche Salze findet man am Meer – und welche im Himalaya-Salz?

Am Meer:

  • vor allem Natriumchlorid
  • zusätzlich Sulfate, Magnesium, Kalzium, Jodid in Spuren
  • natürliche organische Bestandteile aus Algen und Plankton (in geringen Mengen)

In Salzgrotten (Himalaya-Salz):

  • etwa 97–98 % Natriumchlorid
  • geringe Anteile von Mineralien wie:
    Kalium
    Magnesium
    Kalzium
    Eisenoxide (diese geben dem Salz die rosa Farbe)

Medizinisch gesehen ist der unterschiedliche Mineralgehalt nicht besonders ausschlaggebend, denn entscheidend ist die Salzkonzentration in der eingeatmeten Luft.

Bei welchen Beschwerden kann salzhaltige Luft helfen?

Die Studienlage ist nicht spektakulär, aber stabil: Für bestimmte Atemwegsbeschwerden kann salzhaltige Luft eine spürbare Linderung bringen.

Gut belegt oder häufig beobachtet:

  • Chronische Bronchitis
  • Asthma (mild bis moderat) – keine Therapie, aber Ergänzung
  • Allergische Rhinitis (Heuschnupfen)
  • Sinusitis (chronische Nasennebenhöhlenentzündung)
  • COPD (unterstützend)
  • Infektanfälligkeit durch zähen Schleim
  • Post-COVID-Atemwegsprobleme, wenn Sekretprobleme im Vordergrund stehen
  • Hauterkrankungen wie Neurodermitis (über die Luftfeuchtigkeit und Reizlinderung)

Weniger bekannt, aber interessant:

Salzhaltige Luft scheint die mukoziliäre Clearance zu verbessern, also den natürlichen „Selbstreinigungsmechanismus“ der Atemwege. Schleim bewegt sich flüssiger, die Bronchien sind besser belüftet.

Ist salzhaltige Luft für alle Generationen geeignet?

Zunächst einmal muss man wissen, dass eine Sitzung in der Salzgrotte am besten zwischen 30 und 45 Minuten dauern soll. Die Salzkonzentration in den künstlichen Grotten ist wesentlich höher als am Meer, positive Effekte können sich also schneller einstellen. Überreizen sollte man seine Atemwege jedoch nicht, aber schon wenige Besuche können erste Verbesserungen bringen, eine spürbare und nachhaltigere Wirkung zeigt sich meist nach mehreren Anwendungen. Die salzhaltige Luft in der Grotte ersetzt keine Therapie, kann aber unterstützend wirken. Bei mildem bis moderatem Asthma kann die Atmung freier werden. Bei starkem, instabilem Asthma sollte vorher ein Arzt gefragt werden.

Salzhaltige Luft ist geeignet für:

  • Kinder (ab Kleinkindalter)
  • Erwachsene
  • Ältere Menschen
  • Allergiker
  • Asthmatiker (mit Rücksprache, wenn akutes Asthma besteht)

Vorsicht bei:

  • Schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen (vor allem in stark salzhaltigen Halotherapie-Räumen)
  • Akuten Infekten: Die Belastung kann kurzfristig symptomverstärkend wirken.
  • Schwerem, instabilem Asthma
  • Säuglingen unter zwölf Monaten (wegen der sehr feinen Aerosole)

Kann salzhaltige Luft die Psyche beeinflussen und glücklich machen?

Direkt kann salzhaltige Luft wohl eher nicht auf die Psyche einwirken. Indirekt aber schon, und das durchaus deutlich. Es gibt Hinweise aus Studien und Erfahrungsberichten, dass Aufenthalte in Salzräumen

  • den Stress reduzieren,
  • die Atmung vertiefen (wirkt beruhigend),
  • die Herzfrequenz leicht senken,
  • die Schlafqualität verbessern und
  • Panik- oder Stresssymptome lindern, wenn Atemwege frei werden.

Und natürlich wirkt das Setting am Meer oder in der Salzgrotte auf die Psyche. Für das Grottenerlebnis gilt: Gedimmtes Licht, warme Farbtöne, leises Rieseln des Salzes – das allein führt oft zu einer messbaren parasympathischen Entspannung. In der Salzgrotte Mirasal zum Beispiel atmet man zwischen mächtigen 11 Tonnen schweren Salzsteinblöcken, geschnitten aus den Tiefen des Himalaya. Dazu gibt es einen Salzkristallstrand unter dem Sternenhimmel der Grotte und das leise Plätschern der Salz-Saline.

Salzhaltige Luft ist kein Wundermittel, aber ein effektiver, natürlicher Helfer für Atemwege, Schleimhäute und manchmal sogar für die Seele. Die Kombination aus feinen Salzpartikeln, tieferer Atmung und entspannender Umgebung macht Meeresluft und Salzgrotten gleichermaßen zu Orten der kleinen medizinischen Wunder. Wer also das Gefühl hat, „endlich wieder frei durchatmen“ zu können, der bildet sich das nicht bloß ein. Sein Körper spricht eine klare Sprache.    tok

Info
Mehr Infos zur Salzgrotte Mirasal in Pforzheim gibt es hier.